Schneiden · ROLL Lab
Gebrauchte Hülsen nachschneiden und wiederverwenden
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Wann es geht
- Innendurchmesser innerhalb der Toleranz nach ISO 13542 und Unrundheit höchstens 1,5 mm (ab Ø 70 mm).
- Kein eingedrückter Innendurchmesser, keine Delamination der Lagen.
- Feuchte wieder im Normalbereich (6–8 %), im Trockenschrank gemessen, wenn die Hülse feucht gelagert war.
- Restmaterial und Klebstoffe entfernt: Eine Hülse mit Folie darauf lässt sich nicht gut nachschneiden.
So geht man vor
Man entfernt das aufgewickelte Material und prüft Durchmesser und Rundheit. Dann schneidet man die Hülse mit Messer oder Säge auf die neue Länge und verwirft die Enden, die beschädigt oder von Spannköpfen und Wellen gezeichnet sind.
Teilstücke verbinden
Neben dem Nachschneiden verbinden manche Betriebe Teilstücke: Die beschädigten Enden werden abgeschnitten, Steck- und Aufnahmekonen gefräst, verleimt und auf Maß geschnitten. Ein Anbieter gibt an, dass Tissue-Papierfabriken so 70–80 % weniger neue Hülsen kaufen.
Grenzen
Eine wiederverwendete Hülse hat schon Radialdruck und Feuchtezyklen hinter sich: Sie muss mit denselben Prüfungen wie eine neue Hülse neu qualifiziert werden, bevor sie wieder unter schwere Rollen oder Folien mit hohem Wickeldruck kommt.
Quellen
- ISO 11093-9
- ISO 13542
- Auswertung ROLL Lab
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