Technischer Leitfaden mit Quellen · ROLL Lab
Papphülsen für Textil, Garne und Vliesstoff
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Oberfläche und Sauberkeit
Garne und Gewebe berühren die Hülse direkt: Das Außenpapier muss glatt sein oder die gewünschte Rillung für den Fadenanlauf haben, ohne Staub und lose Fasern. Für Vliesstoffe und technische Textilien nimmt man auch 3" und 6" mit dickeren Wänden, weil die Rollen breit und schwer sind.
Was in die Spezifikation gehört
- Innendurchmesser und Toleranz für die Maschinenwelle.
- Art der Oberfläche (glatt, gerillt, Farbe des Außenpapiers).
- Mindest-Flat-Crush für schwere Rollen.
- Feuchte: In klimatisierten Textilhallen folgt die Hülse der Hallenluft.
Geradheit und Geschwindigkeit
Beim Spinnen und Texturieren drehen die Hülsen sehr schnell. Eine krumme oder exzentrische Hülse schwingt, lässt den Faden reißen und verdirbt die Spulenform. Fordern Sie für diese Einsätze einen Grenzwert für Geradheit und Rundlauf (ISO 11093-5), zusätzlich zu den Durchmessertoleranzen.
Glatte, gerillte oder geschliffene Oberfläche
Für manche Garne und dünne Folien nimmt man geschliffene Hülsen: Die Außenfläche wird geglättet, damit Stöße und Unebenheiten sich nicht in die ersten Lagen drücken. Sie kosten mehr, senken aber den Ausschuss am Rollenanfang.
Quellen
- ISO 11093 (Teile 6, 7, 8, 9)
- ISO 13542
- CCTI T-158, T-159
- Auswertung ROLL Lab
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